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In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien wurden die Gewinner des Börsenplanspiels der Arbeitsgemeinschaft „Börse und Finanzen“ am Mons-Tabor-Gymnasium ausgezeichnet. Neben Schulleiter Armin Pleiss und AG-Lehrer Dr. Markus Müller ließ es sich der Leiter des Finanz-Centers der NASPA Montabaur Bernd Nöllgen nicht nehmen, persönlich den erfolgreichen Tradern zu gratulieren. Die Nassauische Sparkasse hatte den Wettbewerb unterstützend begleitet und gesponsert.

Vom 9. Februar bis zum 10. Juli 2014 testeten 19 Schülerinnen und Schüler ihr in der AG erworbenes Wissen rund um Aktien als Anteilsscheine an Unternehmen über eine gemeinsam ausgesuchte Handelsplattform. Da an den Börsen die Zukunft gehandelt wird, musste dazu ökonomisches Hintergrundwissen erworben und ständig vertieft werden. Aus dem eingesetzten Stammkapital von jeweils 100.000 Euro gelang es Daniel Alex (Jgst. 10), trotz Ukraine-Krise und anderen negativ wirkenden Faktoren annähernd 109.000 Euro zu erwirtschaften. Er erhielt als Preisgeld 120 Euro ausgezahlt. Ihm folgten Kai Schmidt (Jgst. 12) auf Platz 2 (80 Euro) und Dennis Andres (Jgst. 11) mit der „Bronze-Medaille“ (50 Euro). Schon beim bundesweit durchgeführten „Planspiel Börse“ hatten Mitglieder der AG in ihrem Bezirk den 1. Platz im Nachhaltigkeitswettbewerb erzielt.

Die drei Erstplatzierten sparten nicht mit Ratschlägen für Investoren: Unter den gehandelten Aktien stachen auf konservativer Seite Nestlé und Apple hervor; als aussichtsreicher spekulativer Titel erwies sich der dänische Windanlagenhersteller Vestas. Als stabilstes Papier ist schließlich die Namensaktie der Schokoladenfabrik Lindt & Sprüngli-AG zu nennen, die heute bei rund 48.000 Euro pro Stück (!) gehandelt wird. Auch im kommenden Schuljahr wird die AG angeboten und erneut am Planspiel Börse teilnehmen. Interessenten der Jahrgangsstufen 10-13 melden sich bitte frühzeitig beim betreuenden Lehrer an (Teilnehmerbegrenzung).




Die Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. unter dem Vorsitz der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und der Bund Deutscher Philatelisten haben am 10. Mai 2014 Dr. Markus Müller mit dem 3. Förderpreis „Bildung und Briefmarke“ (Geldpreis) auf einer Preisverleihung in der Essener Gruga-Halle ausgezeichnet.

Die Urkunde der Ministerin hebt in der Entscheidung der Jury das fachspezifisch hohe Niveau und die große Motivationskraft hervor: „In besonderer Weise zeigt das Projekt ‚Erinnerungskultur der Befreiungskriege (1813-2013)‘, dass Briefmarken Objekte der Erinnerungskultur sind, anhand derer verschiedene Sichtweisen auf historische Ereignisse nachvollziehbar sind. Unter dem Aspekt der Multiperspektivität werden die Schüler mit der Arbeitsweise von Historikern vertraut gemacht und setzen sich mit gestalterischen Fragen, aber auch mit den Möglichkeiten ideologischer Instrumentalisierung auseinander. Somit bietet das Projekt einen ebenso anschaulichen wie kritischen Zugang zur historischen Erinnerungskultur.“

Der Zeitraum der Befreiungskriege ist für die Entwicklung der deutschen Identität und die liberal-demokratische Tradition bedeutsam. Das Unterrichtsprojekt, das nicht nur Briefmarken, sondern zahlreiche weitere Quellen nutzte (Orden, Münzen, Lieder, touristische Flyer usw.), wurde in einem Leistungs- und einem Grundkurs Geschichte 2013 erfolgreich durchgeführt.



Immer für eine Überraschung gut:

Ein Schulausflug nach Luxemburg ermöglichte zugleich eine Zusammenkunft mit Vorstandsmitgliedern des Luxemburgischen Germanistenverbandes und eine Begegnung mit dem bekannten Schriftsteller Uwe Timm. Im Rahmen eines literarischen Rundgangs durch die Hauptstadt des Großherzogtums erwies sich Timm als besonders zugänglicher und interessierter zeitgenössischer Autor.



Ein ungewöhnliches Unterrichtsprojekt brachte die Klasse 8b im Deutschunterricht vor Ferienbeginn unter Dach und Fach. Einen Besuch der Mülldeponie Meudt sowie der Firma Bellersheim in Boden nutzten die Schüler/innen zur Präsentation ihrer Einblicke in die Formen der Müllentsorgung und -verarbeitung in der "Westerwälder Zeitung". Auf einer Sonderseite "Lokalthema" informierten sie im Rahmen von "rz-Klasse" über die interessantesten Themen.



Westerwälder Zeitung vom 7. Juli 2012
Mit freundlicher Genehmigung des Mittelrheinverlags (www.rhein-zeitung.de)

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Fotografische Eindrücke
Mit freundlicher Genehmigung des WZ-Redakteurs Markus Müller













Öffentliche Präsentation des multimedialen Zeitzeugenprojekts des 12GL1

Auf vielfachen Wunsch fand am 17. Juni 2011 in der vollbesetzten Aula eine zweistündige Präsentation des multimedialen Projekts "Ich wollte immer nur marschieren ..." statt, mit dem der Leistungskurs Geschichte 1 der Jahrgangsstufe 12 im Frühjahr 2011 einen Bundespreis beim Jugendwettbewerb "DenkT@g" der Konrad-Adenauer-Stiftung gewonnen hatte.

In dem kurzweiligen Programm stellten die Schülerinnen und Schüler nicht nur den kompletten Film - eine Zeitzeugenbefragung zu Eliteschulen des Dritten Reichs - vor, sondern informierten auch ausführlich über den Entstehungsprozess, die erarbeitete Internetseite mit kritischer Auswertung sowie die medialen Resonanzen (u. a. "Landesschau Rheinland-Pfalz" des SWR-Fernsehens).

Die Veranstaltung fand großes Interesse bei den anwesenden Schülerinnen und Schülern sowie Eltern.

Einige Bildimpressionen:









Nur Montabaur weiß jetzt, wo der Name "Messi" herkommt ...


(Foto mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. Jürgen Udolph)


Am 25. Juni 2010 war Deutschlands bekanntester Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Udolph zu Gast am Mons-Tabor-Gymnasium, um in einem Vortrag über Ziele, Wege und Ergebnisse der deutschen Namensforschung zu referieren. Prof. Udolph traf direkt von der Fanmeile in Berlin ein, wo er in einem Fernsehauftritt des RBB die Namen der großen Stars der Fußball-Weltmeisterschaft interpretiert hat. In Anknüpfung an das aktuelle Ereignis erläuterte der leidenschaftliche Fußballfan speziell für Montabaur zum ersten Mal Herkunft und Deutung des Namens Messi. Sonst zog er jedoch die Namen der Lehrerinnen und Lehrer des MTG für einen illustrativen und lebendigen Einblick in die Onomastik heran, wobei sich gelegentlich amüsante Übereinstimmungen oder Kontraste zwischen der Namensdeutung und dem Erscheinungsbild des jeweiligen Pädagogen ergaben. Am Ende bot sich für zahlreiche Schülerinnen und Schüler noch die Möglichkeit, die Bedeutung des eigenen Familiennamens zu erfragen. Der Referent verzichtete auf ein Honorar und sogar auf eine Erstattung seiner Auslagen und möchte dies als eine Spende an die Schule verstanden wissen. „Wenn ich mit meinem Vortrag eine Tür für sprachgeschichtliche Auseinandersetzungen im Unterricht aufgestoßen habe, ist dies für mich der größte Gewinn“, betonte der Göttinger Dozent, der nicht zuletzt durch sein natürliches Auftreten – frei von jeder Überheblichkeit – beeindruckte.


Westerwälder Zeitung vom 28. Juni 2010
Mit freundlicher Genehmigung des Mittelrheinverlags (www.rhein-zeitung.de)

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Nassauische Neue Presse vom 8. Juli 2010
Mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Neuen Presse/NNP

[Bild anklicken: Pdf-Dokument, vom Verlag zur Verfügung gestellt]



Bildimpressionen von der Vortragsveranstaltung mit Prof. Udolph








Passend zur Unterrichtseinheit "Absolutismus" führte eine Tagesexkursion mit den Historikern der Jahrgangsstufe 11 in die alte Residenzstadt Hachenburg. U. a. wurden das Beust'sche Haus, die Innenstadt, Schloss Hachenburg - Fachhochschule der Deutschen Bundesbank sowie die Brauerei Hachenburg besichtigt.



Auf Hachenburgs "Altem Markt" vor dem Löwenbrunnen



Vor dem Kaiser-Friedrich-Denkmal zum Deutschen Krieg 1870/71



Vor dem Denkmal für Kaiser Wilhelm I. am Schlossaufgang




Angewandte "Oral History": Zeitzeugenbefragung zur Schule im Dritten Reich - Dr. Dietrich Goerke zu Gast im Leistungskurs Geschichte



Zeitzeuge Dr. Dietrich Goerke mit Stammkursleiter Dr. Markus Müller.

An zwei Freitagen war Dr. Dietrich Goerke zu Gast im Leistungskurs Geschichte 1 der Jahrgangsstufe 11, um von seinen Erfahrungen und Erlebnissen als Jugendlicher im Dritten Reich zu erzählen. Das Interesse war so groß, dass die Schüler sich beim zweiten Termin sogar nachmittags, außerhalb des Unterrichts, einfanden, um mehr aus der Perspektive eines Jugendlichen der Hitlerzeit zu erfahren.

Der gebürtige Ostpreuße wuchs aufgrund des Umstands, dass sein Vater Berufssoldat war, in einer Kaserne auf, wurde 1937 zunächst in Sensburg eingeschult, gelangte aber durch den Umzug der Familie zwei Jahre später nach Berlin-Köpenick.

Eine besondere Jugenderfahrung macht Dr. Goerke zu einem seltenen Zeitzeugen: Von 1943 bis 1945 war er Schüler auf der Ordensburg Sonthofen, die in verschiedene Adolf-Hitler-Schulen aufgeteilt war. Für ihn bildete die "AHS Mark Brandenburg", die später in Brandenburg aufgebaut werden sollte, für zwei Jahre eine schulische Basis.

Auf diesen Zeitraum der letzten beiden Kriegsjahre konzentrierten sich die Erzählungen, die auf lebhafte und packende Art und Weise vermittelt wurden. Den Besuch hatten die Mitglieder des Leistungskurses zuvor sorgfältig vorbereitet, sich Wissen über Struktur und Zielsetzung des nationalsozialistischen Erziehungssystems angeeignet, über Sonthofen recherchiert und einen Fragekatalog erarbeitet, der speziell ideologiekritische Schwerpunkte setzte.

Dr. Goerke berichtete sehr anschaulich von den Prägungen seiner Kindheit und von den Auswahlkriterien für die Adolf-Hitler-Schulen, die als Eliteschulen des Nationalsozialismus firmierten. Die Kursmitglieder erhielten interessante Einblicke in den schulischen Alltag auf der Ordensburg Sonthofen, die unterrichtlichen Schwerpunkte und Freizeitmöglichkeiten, die propagandistisch geförderte Schulgemeinschaft, aber auch den Gruppenzwang. Durch Spielfilme - wie etwa "Napola" - bekannt gewordene Szenen hat unser Zeitzeuge selbst erlebt, beispielsweise den Sprung vom Pallas der Ordensburg als eine Art Mutprobe. Goebbels, Schirach und Ley - um nur einige der bekannten NS-Politiker zu nennen - sind dem Schüler Goerke in dessen Schulzeit selbst begegnet.

Besonderes Interesse fanden die mitgebrachten Quellen aus der Zeit des Dritten Reichs. So präsentierte der heute annähernd 80jährige Wahlwesterwälder nicht nur Stundenpläne und Fotomaterial, sondern u. a. auch ein Handtuch und einen Dolch der "Adolf-Hitler-Schule Mark Brandenburg".

"Es war ja eine Diktatur, und ich habe bis 1945 nie etwas Anderes kennen gelernt", betonte der Berichterstatter verschiedentlich. Er versuchte die eingeschränkte Sichtweise seiner Kindheit und Jugend zu veranschaulichen und plädierte abschließend für eine genaue Auseinandersetzung heutiger Generationen mit dieser Zeitspanne deutscher Geschichte, damit ein vergleichbarer Missbrauch der Jugend nicht mehr möglich sei.

Ein herzliches Dankeschön aller Kursmitglieder begleitete den Zeitzeugen auf seinem Heimweg.



Interessierte Blicke auf Fotos früherer Schüler. Interessierte Blicke auf Fotos früherer Schüler.



Zwei haptische Quellen der "AHS Mark Brandenburg": Dolch und Handtuch.


Der Fundus an historischen Materialien war vielseitig.



Westerwälder Zeitung vom 26. Juni 2010
Mit freundlicher Genehmigung des Mittelrheinverlags (www.rhein-zeitung.de)

[Bild anklicken: Große Ansicht]



Kuckucksei - Schülerzeitung des Mons-Tabor-Gymnasiums 1/2010, S. 6 f.

[Bild anklicken: Pdf-Dokument]